Industrielle Abwärme

 

Als industrielle Abwärme wird Wärme bezeichnet, die in einem industriellen Prozess als Nebenprodukt anfällt. Oft wird sie ungenutzt an die Umgebung abgegeben. Die thermische Nutzung dieses Nebenprodukts bietet große Potenziale zur Minderung der CO2-Emissionen in der Industrie. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat in ihrer "Potenzialstudie Industrielle Abwärme" ein technisch verwendbares Abwärmepotenzial in NRW von ca. 44 bis 48 TWh/a identifiziert.  Auch die Landesregierung NRW spricht sich in ihrer Energieversorgungsstrategie (EVS) für die Nutzung der industriellen Abwärme zum Erreichen der Klimazeile aus.

 In Deutschland wird weit mehr als die Hälfte der gesamten Endenergie in der Industrie zur Bereitstellung von Prozesswärme aufgewendet. Die Nutzung von Abwärme kann dazu beitragen, den Endenergieverbrauch und somit auch die CO2-Emissionen in der Industrie zu reduzieren. 


Bei der internen Abwärmenutzung wird die bisher als Abwärme entweichende Wärmemenge durch eine Wärmerückgewinnung nutzbar gemacht und einem Prozess innerhalb des Betriebs zugeführt. Bei der externen Wärmenutzung wird die Wärmemenge hingegen über die Betriebsgrenzen hinaus transportiert. Dies lässt sich durch die Installation eines Nahwärmenetzes realisieren.Durch die Optimierung bisher ineffizienter Prozesse können große Energiemengen eingespart werden.

Sowohl für die innerbetriebliche als auch für die Wärmenutzung außerhalb des Betriebs stellt die Landesregierung NRW verschiedene Fördermittel bereit. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Das von der EnergieAgentur.NRW bereitgestellte „Themenblatt: Industrielle Abwärme“  sowie weitere Veröffentlichungen zum Thema KWK, Nah- und Fernwärmen stehen für Sie hier zum kostenfreien Download bereit.