Schnelleinstieg für Hausbesitzer

Während sich die Kraft-Wärme-Kopplungstechnik in größeren Einheiten, etwa Krankenhäuser oder Hotels, schon etabliert hat, ist die Einzelversorgung in Privathäusern noch kaum vorhanden. Viele Menschen scheuen die vergleichsweise hohen Investitionskosten oder wissen nicht, welches Potenzial die KWK-Technik hat. Dabei ist das Modell des Mikro-Blockheizkraftwerks (BHKW) für viele Ein- und Zweifamilienhäuser geeignet.

Bei Mikro-BHKW werden zwei unterschiedliche technische Konzepte angeboten. Zum einen  gibt es Mikro-BHKW, die ähnlich funktionieren wie ein Fahrzeug, dessen Motor mit Erdgas betankt wird. Die Motorwärme wird zum Heizen genutzt, wobei das

Getriebe durch einen Generator ersetzt wird. Über das vom Motor erzeugte Drehmoment wird der Generator angetrieben und somit Strom erzeugt. In der Regel werden diese Aggregate zusätzlich zu einer klassischern Heizung benötigt. Von einigen Herstellern werden vorkonfektionierte Pakete angeboten.

Der zweite Ansatz sind so genannte Strom erzeugende Heizungen. In einem Gerät sind dabei die klassische Heizung und die Stromerzeugung kombiniert. Bei diese Geräten wird überwiegend  ein Stirlingmotor eingesetzt. Der elektrische Wirkungsgrad ist geringer als bei anderen Motoren, dafür ist der Wartungsaufwand bei Stirlingmotoren sehr gering. Die Kosten für diese Geräte liegen im Bereich zwischen 13.000 und 17.000 Euro. Die Anlagen werden überwiegend als Kompaktgeräte, also Strom- und Wärmeerzeuger inklusive Pufferspeicher angeboten.

Bei beiden Techniken wird also zum einen thermische Energie für die Heizung und Warmwasserbereitung zur Verfügung gestellt, zum anderen elektrische Energie, die im Gebäude selbst oder in Nachbargebäuden genutzt werden kann. Überschüssiger Strom kann auch an den örtlichen Energieversorger verkauft werden, der zu einer Abnahme verpflichtet ist. Zusätzlich wird ein gesetzlich garantierter Zuschlag von 5,41 Ct/kWh sowohl für den selbst genutzten als auch für den verkauften Strom gezahlt.

Bedacht werden muss, dass bei einer KWK-Anlage Strom und Wärme möglichst gleichzeitig genutzt werden müssen. Über Pufferspeicher kann eine zeitversetzte Nutzung der Wärme erfolgen, diese sollte sich aber auf eine geringe Stundenzahl begrenzen.

Da KWK-Anlagen nach der Wärmegrundlast ausgelegt werden, muss im Winter ein Heizkessel die Wärmeerzeugung unterstützen, während im Sommer Strom hinzugekauft werden muss, da der Wärmebedarf deutlich geringer ist als der Strombedarf. Der Einsatz einer KWK-Anlage bleibt jedoch lohnenswert – weil Strom wesentlich teurer als Wärme ist. Zudem bestehen verschiedene Fördermöglichkeiten etwa durch das KWK-Gesetz oder dem Gesetz für Erneuerbare Energien. Weitere Infos zu Fördermöglichkeiten können bei der Förderdatenbank der EnergieAgentur.NRW abgerufen werden.

Nutzen Sie unseren BHKW.Rechner für Wohngebäude unter: http://www.kwk-fuer-nrw.de/service/bhkw.asp